Tageslicht essentiell für die Gesundheit

Studie fordert größere Fensterflächen in Gebäuden

Eine Studie der „Initiative GutesWohnen“ kommt zu dem Schluss, dass viele Wohngebäude in Deutschland nicht ausreichend mit Tageslicht versorgt werden und empfiehlt Fensterflächen bei Neubauten zu verdoppeln.


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„Mehr Licht!” soll Johann Wolfgang von Goethe kurz vor seinem Ableben im Jahr 1832 noch gefordert haben. Der Überlieferung nach wurde ihm sein Wunsch dank geöffneter Fensterläden noch erfüllt. Mehr Licht ist auch eine der zentralen Forderungen einer Studie über den Zusammenhang von Tageslicht, Wohnarchitektur, Baurecht und Gesundheit der „Initiative GutesWohnen“, einem Zusammenschluss aus Planern, Vertretern der Bauindustrie und Wohnmedizinern. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass viele Wohngebäude in Deutschland „nur unzureichend mit Tageslicht versorgt werden.” Die seit den 1960er-Jahren kaum angepassten baugesetzlichen Anforderungen, die einen Fensterflächenanteil von einem Achtel der Grundfläche eines Raumes vorschreiben, seien mittlerweile zu niedrig. Tageslicht sei jedoch „essenziell für die Gesundheit der Menschen”. Mit durchschnittlich zehn bis 12,5 Prozent Fensteranteil im Vergleich zur Grundfläche rangiert Deutschland gemäß einer Untersuchung des BPIE (Building Performance Institute Europe) im europäischen Vergleich im unteren Bereich. In Frankreich oder England werden mindestens 20 Prozent verlangt. Die Studie gelangt daher zu der Empfehlung, „die vorgeschriebene Fensterfläche für Neubauten zu verdoppeln.“