Neubau Hauptfeuerwache Karlsruhe

Kastenfenster aus Isolier- und Einscheiben-Sicherheitsglas

Im April 2021 bezogen die 13 Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr Karlsruhe mit beeindruckender Blaulichtparade die neue Hauptfeuerwache an der Wolfartsweierer Straße im Karlsruher Osten. Sie besteht aus zwei autarken Baukörpern: der Integrierten Leitstelle (ILS) für den Stadt- und Landkreis ­Karlsruhe, die bereits 2017 offiziell in Betrieb ging, und dem Neubau der eigentlichen Feuerwache im Bereich zwischen der ILS und Bahndamm. Nach fast hundert Jahren hatte die 1926 in Betrieb genommene Hauptfeuerwache in der Ritterstraße ausgedient – diese dient nun als Rettungszentrum. Der Neubau in Karlsruhe setzt markante städtebauliche Akzente am Ostring.

Blick über eine zweispurige Straße auf ein Gebäudeensemble
Komfort hinter der Fassade: Hochwertige Schallschutz-Verglasungen mit CLIMATOP Silence XN von Saint-Gobain schützen die Innenräume der Berufsfeuerwehr Karlsruhe an der stark befahrenen Straße.
© SAINT-GOBAIN GLASS

Die neue Hauptfeuerwache bietet deutlich mehr Platz für Mannschaft und Geräte und dank ihrer zeitgemäßen technischen Ausstattung verbesserte Arbeitsbedingungen. Das Stuttgarter Architekturbüro H III S harder stumpfl schramm entwarf ein markantes Gebäudeensemble aus zwei eigenständigen Baukörpern, das im wenig strukturierten Umfeld entlang der Wolfartsweierer Straße einen wichtigen städtebaulichen Akzent setzt. Blickfang ist die Fassade aus gekantetem und perforiertem Aluminium, die einen Rhythmus aus verhüllten und für die Fenster freigelassenen Flächen bildet.

Kastenfenster gegen Lärm und Sonne

Die Fenster wurden überwiegend als Kastenfenster ausgebildet, die aus einem Isolierglas in der Dämmebene und einem bündig mit der Fassade abschließenden Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) bestehen. Der im Zwischenraum verlaufende Sonnenschutz kann dadurch auch bei starkem Wind genutzt werden. Auf der Straßenseite kam es bei den von Glas Herzog aus Waghäusel gelieferten Verglasungen vor allem auf den Schallschutz zur stark befahrenen Straße an. Dies löste das CSP-Unternehmen mit dem Einsatz des Dreifach-Isolierglases CLIMATOP Silence XN mit ca. 42 dB Schalldämmung. Die Räume hinter der Fassade sind mit diesem Fensteraufbau und dem zusätzlichen ESG zu jeder Zeit und bei jedem Wetter optimal gegen Lärm und Blendung geschützt und bieten den Feuerwehrleuten maximalen Komfort und Aufenthaltsqualität.

Neubau soll „zweites Zuhause“ für die MitarbeiterInnen sein

In Verlängerung der Integrierten Leitstelle liegt der eigenständige, bis zu sechsgeschossige Baukörper markant entlang der Wolfartsweierer Straße und bildet durch die gleiche Fassadenstruktur wie die ILS ein homogenes Ganzes. Über eine Platzfläche, die sowohl das Vorfeld der integrierten Leitstelle als auch der neuen Hauptfeuerwache erschließt, erreicht man den Eingangsbereich des Gebäudes und den Zufahrtsbereich der Fahrzeughalle. Werkstätten und Aufenthaltsbereiche gruppieren sich um einen dreigeschossigen Lichthof, der Tageslicht in die Flure und Räume leitet und Orientierung im Gebäude schafft. Dem Lichthof zugewandt liegen die Ruheräume, abgewandt von der stark befahrenen Wolfartsweierer Straße. An der Gebäuderückseite schließt die Fahrzeughalle an, deren intensiv begrüntes und nutzbares Dach die Architekten wie einen kleinen Park mit Übungsbereichen, einer Joggingstrecke, Bäumen und einem Kräutergarten gestalteten. In dieses anspruchsvolle Umfeld fügen sich auch stimmig die Oberlichter der Halle ein, die als zweiseitig offene, jedoch gegen die direkte Sonneneinstrahlung geschlossene Lichthauben in Dreifachfach-Ausführung eine zu starke Aufheizung in der darunterliegenden Halle verhindern. Die Verglasung bilden transparente RWA-Lamellen und CLIMATOP XN, das mit einer Stufe im Isolierglas sowie Randemaille in rahmenloser Optik ausgeführt werden konnte.

Glas Herzog lieferte insgesamt 1.400 m2 Glas für unterschiedliche Einsatzbereiche, unter anderem auch VSG für Geländer. „Wie immer war auch bei diesem Objekt eine reibungslose Zusammenarbeit mit dem Metallbauer wichtig. Und die hat mit HEWE Glas- und Metallbau bei der Karlsruher Hauptfeuerwache hervorragend funktioniert,“ so das Fazit von Andreas Herzog jr.

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