Behutsame Sanierung der Holzfenster verknüpft energetische und denkmalpflegerische Anforderungen

Neues Schloss Stuttgart – Denkmalpflege und Moderne im Fokus

2019 schrieb das Land Baden-Württemberg die Restauration der über 50 Jahre alten Holzfensterelemente sowie Verglasungsarbeiten am Garten- wie auch am Stadtflügel des Neuen Schlosses Stuttgart aus. Bei der Sanierung der Fenster wurde auf den Einklang von handwerklicher Tradition und aktuellen Anforderungen an die Gebäudeenergieeffizienz besonders großen Wert gelegt. Insgesamt 530 Holzfenster mit einer Fensterfläche von rund 1.700 m² galt es zu sanieren: eine höchst abwechslungsreiche und herausfordernde Aufgabe, denn Rund- und Stichbogenfenster, rechteckige sowie runde Fenster verteilt über zwei Voll- sowie ein Mezzaningeschoss – teils mit durchgehender Fassade, teils mit Mansarddach ausgebildet – prägen die Fassade. Zudem sollten Dichtungen, Bänder und Kittfasen erneuert werden, und all das nur von außen und ohne ein vorgestelltes Fassadengerüst.

Frontalansicht des Neues Schlosses Stuttgart mit seinem zweistöckigen Hauptgebäude mit zwei rechtwinklig davon abgehenden Flügeln. Die klassische Lochfassade prägen rechteckige Fenster
Das Stuttgarter Neue Schloss blickt auf eine lange Geschichte zurück. Ab 1746 in mehreren Phasen erbaut
© SWISSPACER

Das Stuttgarter Neue Schloss im Herzen der baden-württembergischen Landeshauptstadt kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Ab 1746 in mehreren Phasen erbaut, wurde es erst 1806 vollendet. Durch Luftangriffe im Frühjahr 1944 wurde das Schloss nahezu völlig zerstört und brannte bis auf die Außenfassade ab. Seit dem Wiederaufbau nach dem Krieg zwischen 1958 und 1964 wird das Gebäude unter anderem von der baden-württembergischen Landesregierung und anderen staatlichen Einrichtungen genutzt.

Isolierglas, Sonnenschtz, Wiener Sprosse

Da bei der holz- und beschlagtechnischen Überarbeitung der historischen Fenster des als Verwaltung genutzten Gebäudes Denkmalschutz- und energetische Vorgaben zu berücksichtigen waren, entschied sich der Bauherr, die alten, bislang nur einfach verglasten Verbundfenster in der äußeren Ebene mit Isolierglas auszustatten. Die Wahl fiel auf CLIMAPLUS COOL-LITE XTREME 70/33 II (6 – 10Ar – 44/4), das neben exzellenten glastechnischen Werten auch optisch die beste Lösung für das denkmalgeschützte Schloss darstellt. Hergestellt und geliefert wurde das Glas von den CLIMAplusSECURIT® Partnern Glashandel Tuttlingen und Caleoglas Potsdam.

Die Besonderheit dieses Projektes bestand im Einbau von Sonderisolierglas sowie von Sonnenschutzglas im Bereich der Mansardenfenster, die allesamt mit einer Wiener Sprosse ausgestattet sind. Zur Anwendung kam die Wiener Sprosse von SWISSPACER, die sich problemlos an den Bestand anpassen ließ. Denn da die Kanten so eingebaut werden sollten, dass sie praktisch nicht zu sehen sind, überzeugte gerade die Möglichkeit ihrer farblichen Vielfalt. Somit konnten nicht nur sauber gesteckte Ecken hergestellt, sondern auch alle energetischen Anforderungen erfüllt werden. Denkmalschutz und Energieeffizienz in Einklang bringen – Wiener Sprosse und CLIMAPLUS COOL-LITE XTREME machen es möglich.

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