Gelungene Sanierung: Akademie der Bildenden Künste Nürnberg

Passgenaue Isoliergläser für Ikone der Nachkriegsarchitektur

Denkmalschutzauflagen machen die Sanierung von Bauten, die nicht mehr den zeitgemäßen Standards entsprechen, häufig zu einer Herausforderung. So auch im Fall der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, die als Ikone der modernen Nachkriegsarchitektur gilt. Die adäquate Erneuerung ihrer Fensterfassaden gelang durch den Einsatz von passgenau gefertigten Isolierglaselementen des Standortes Radeburg der vandaglas GmbH mit Warme Kante-Abstandhaltern von SWISSPACER. So wurde die filigrane Optik der Bauten erhalten und die Gebäudeenergiebilanz maßgeblich verbessert.

Bodentiefe von weißen Profilen gefasste Verglasungen über die ganze breite eines Raumes geben den Blick auf einen von weißen Wänden links und rechts eingefassten Innenhof mit umlaufendem Dachüberstand frei. In der Mitte eine rechteckiges Stück Rasen mit einem kleinen Baum darauf. Gegenüber eine ebenfalls bodentief verglaste Fensterfront.
Die neuen Glasfassadenelemente des Pavillons sollten in ihren Abmessungen und Profildimensionen den Bestandsfenstern entsprechen. Die Saint-Gobain Zweifach-Isolierverglasungen mit Planitherm XN sorgen für hohe Lichtdurchlässigkeit und erhöhte Wärmedämmung.
Foto: www.krall-photographie.de

Aus der Ferne ertönt manchmal Löwengebrüll oder Affengeschrei. Ganz nah beim Tiergarten, in einem Waldstück am östlichen Stadtrand, befindet sich ein wahres Kleinod für Kunststudierende: Die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg ist die älteste Kunsthochschule Deutschlands. Der nach einem Entwurf von Sep Ruf, einem bedeutenden Vertreter moderner Nachkriegsarchitektur in Deutschland, entstandene Gebäudekomplex besteht aus aufeinander folgenden, eingeschossigen Pavillons, die über offene Laubengänge miteinander verbunden sind. Sie beinhalten Ateliers, Werkstätten und zentrale Einrichtungen wie Bibliothek, Mensa oder Verwaltung. Die Pavillons ordnen sich jeweils um begrünte Innenhöfe und Freiflächen an, die von den Studentinnen und Studenten ebenfalls für die künstlerische Arbeit genutzt werden können. Jedes der Gebäude gibt den Blick auf den umgebenden Wald und die Grünflächen auf dem Gelände so großzügig frei, dass die Übergänge zwischen Innen- und Außenraum miteinander verschmelzen. Die optische Leichtigkeit, die minimalen Konstruktionen, die raumhoch verglasten Wände und die schlanken Dächer sind charakteristisch für die Bauten, die 1988 unter Denkmalschutz gestellt wurden.

Fassadensanierung und Denkmalschutz

Im Laufe der Jahre bereiteten jedoch unter anderem die großen Fensterflächen Schwierigkeiten. Insbesondere in den Wintermonaten sorgten sie für ein ungemütliches Raumklima und einen sehr hohen Energieaufwand beim Heizen. In einem ersten Schritt wurde 2020 die notwendige Sanierung des Pavillon 1 erfolgreich abgeschlossen. Im Zuge der Maßnahmen, die unter anderem eine Modernisierung der gesamten Gebäudetechnik umfassten, wurden auch die Stahl-Glas-Fassaden erneuert. An den Innenhoffassaden erfolgte ein Austausch der Einfachverglasung, an ihre Stelle trat eine Zweischeiben-Isolierverglasung. „Unsere Zielsetzung war die energetische Verbesserung der Gebäudehülle unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes“, erklärt Swantje Schröder, Abteilungsleiterin beim Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg. „Dazu sollten die neuen Fassaden in ihren Abmessungen und Profildimensionen den Bestandsfenstern entsprechen. Dies war die Voraussetzung für den Austausch der Fassaden am denkmalgeschützten Gebäude.“

Damit die Bautiefe der Originalelemente – die 80 mm betrug – erreicht werden konnte, war ein großer Scheibenabstand und damit ein ungewöhnlich dimensionierter Warme Kante-Abstandhalter für die maßgefertigten Fassadenelemente erforderlich. Der Standort Radeburg der vandaglas GmbH (vormals Saint-Gobain Glassolutions Objekt-Center GmbH Standort Radeburg) produzierte die effizienten Zweifach-Isolierverglasungen PLANITHERM XN passgenau unter Verwendung des Warme Kante-Abstandhalter SWISSPACER ULTIMATE in der geforderten Breite von 36 mm. Die neue Verglasung und ihr spezieller Aufbau sorgen für ein hohes Maß an Ästhetik und sichern eine hervorragende Wärmedämmung und damit eine langfristige Energiekosteneinsparung. Das gewünschte einheitliche Erscheinungsbild und die Anmutung der Bauten bleiben unverfälscht erhalten. Die Überarbeitung weiterer Gebäude auf dem Gelände ist geplant.

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