Jüdische Geschichte im Fokus

Vitrinen aus gebogenem Glas im Museum Judengasse

Im Neubau des Museums Judengasse in Frankfurt am Main kommen die Exponate in den Glasvitrinen mit gebogenem Glas besonders gut zur Geltung. Die Ausführung mit entspiegeltem Glas erlaubt zudem einen freien und unverzerrten Blick auf die Ausstellungsstücke.

Vitrinen mit gebogenem Glas im Jüdischen Museum
Vitrinen mit gebogenem Glas im Jüdischen Museum
© Norbert Miguletz

Ein Chanukka-Leuchter aus Silber mit einer Sitzbank für die Öllämpchen oder ein Gewürzturm für die Hawdala Zeremonie zum Ende des Schabbat: Diese und weitere Exponate sind Teil der neu gestalteten Dauerausstellung des Museums Judengasse, die die jüdische Geschichte und Kultur Frankfurts thematisiert. In den elegant gebogenen Glasvitrinen werden die Zeugnisse jüdischen Alltagslebens aus dem 17. Jahrhundert effektvoll präsentiert. Das Museum wurde nach rund zweijähriger Schließung im März 2016 in Frankfurt wiedereröffnet und bildet den ersten Teil der Neukonzeption des Jüdischen Museums. Die Gläser für die Vitrinen lieferte und verarbeitete der CLIMAplusSECURIT-Partner SAINT-GOBAIN GLASSOLUTIONS Döring.

Verbund-Sicherheitsglas mit zwei entspiegelten Glasscheiben und einer hochreißfesten Poly-Vinyl-Butyral-Folie

In der Frankfurter Judengasse wohnten im 17. Jahrhundert etwa 3.000 Menschen. Die Straße entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Zentren jüdischen Lebens in Europa. Das Museum Judengasse gewährt mit seinen Ausstellungsstücken Einblicke in das jüdische Alltagsleben dieser Zeit. Inmitten der Ruinen der ehemaligen Häuser bringt sie Objekte zum Sprechen, die einst vor Ort gefertigt oder genutzt wurden. Die eigens gestalteten, runden Schaukästen aus gebogenem Glas, in denen Zeremonialobjekte sowie Druckerzeugnisse präsentiert werden, stehen im Zentrum der ruhig gestalteten Ausstellungsräume und sind dort höchst wirkungsvoll in Szene gesetzt. Um die Aufmerksamkeit der Besucher ganz auf die Vitrinen zu lenken, entschieden sich die Ausstellungsgestalter für eine stark fokussierende Lichtdramaturgie, bei der der Raum in den Hintergrund rückt. Diese Wirkung wird unterstützt durch eine sehr zurückhaltende Farbgestaltung – verschiedene Grautöne prägen Wände, Böden und Decken. Für die Verglasung der Vitrinen kam Verbund-Sicherheitsglas zum Einsatz, bestehend aus zwei entspiegelten Glasscheiben und einer hochreißfesten Poly-Vinyl-Butyral-Folie, die diese miteinander verbindet. Um eine verzerrungsfreie Optik zu erhalten, wurden die entspiegelten Gläser in einem sechs- bis achtstündigen Biegeprozess langsam in die gewünschte Rundform gebracht. Die hohe Festigkeit der Antireflektionsschicht und das Fingerspitzengefühl des Glasbiegers bei Döring sorgten dafür, dass nach der Verarbeitung keine optischen Beeinträchtigungen sichtbar waren. So erlauben die Vitrinen einen unverzerrten Blick auf wesentliche Aspekte jüdischer Geschichte in Frankfurt

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