Glas in Museen & Ausstellungen

Effektvoll präsentiert und gut geschützt

Glas übernimmt bei Ausstellungen und in Museen verschiedene Funktionen: Es soll ausgestellte Objekte optimal zur Geltung bringen, sie effektiv vor Beschädigung oder Diebstahl schützen und den Schutz der BesucherInnen gewährleisten. Darüber hinaus kann Glas auch gestalterisch sowohl bei der Präsentation von Ausstellungsstücken als auch im oder am Gebäude selbst zum Einsatz kommen. Je nach Anwendung sind dabei unterschiedliche Eigenschaften gefragt.

Vitrinen mit integrierten Leuchten setzen in der ständigen Ausstellung im Schlesischen Museum zu Görlitz die Exponate ins rechte Licht.
© Udo Meinel

Ein blendfreier Blick auf Ausstellungsobjekte und Schutz vor Berührung und Zerstörung sowie vor Einflüssen des Raumklimas sind zentrale Aufgaben von Glas in Museen und Ausstellungen. Dazu kommen der Schutz des Gebäudes selbst und die Sicherheit der BesucherInnen. Darüber hinaus wird Glas auch dort verwendet, wo bestimmte inszenatorische oder ästhetische Ideen realisiert werden sollen. Dementsprechend groß ist die Bandbreite der Anwendungsmöglichkeiten.

Vielfältige Fassadenfunktionen

In der Gebäudehülle von Museumsbauten erfüllt Glas neben Wärme-, Sonnen- und/oder Schallschutz weitere wichtige Funktionen. Hier gilt es, Einbrechern den Zugang zum Gebäude und zu Exponaten zu erschweren oder unmöglich zu machen und vor Feuer und Vandalismus zu schützen. Als Teil eines integrierten Sicherheitskonzeptes leistet Sicherheitsglas in seinen unterschiedlichen Ausführungen als angriffs- und einbruchshemmendes sowie als Brandschutzglas dazu einen wesentlichen Beitrag.

Ein weiterer bedeutender Aspekt bei der Konzeption von Museums- und Ausstellungsgebäuden ist Licht. Licht ist in Museen viel mehr als nur Helligkeit. Licht ist essenzieller Bestandteil von Museumsgestaltung. Für die Gebäudehülle bedeutet das, auf eine optimal abgestimmte Lichtdurchlässigkeit zu achten und sowohl für einen ausreichenden Lichteinfall als auch für effektiven Schutz vor zu starker Sonneneinstrahlung zu sorgen. Eine außergewöhnliche Rolle kann Glas in der Fassade einnehmen, wenn es Teil des künstlerischen Konzeptes ist. Dafür können Designgläser, bedruckte, lackierte oder farbige Gläser zum Einsatz kommen. Faszinierende Ergebnisse lassen sich mit der Kombination von Farbe und Licht erzielen. Auch können Fassaden zu mulitmedialen Leinwänden werden, bei denen das Glas als Medium mit unterschiedlichen Inhalten bespielt werden kann.

Schön zur Schau gestellt

Licht spielt natürlich auch eine Hauptrolle bei der Präsentation von Exponaten. Um ein Ausstellungsstück in Szene zu setzen, muss das Glas in den Hintergrund treten, es soll also möglichst wenig wahrgenommen werden, und es muss zugleich ausreichend Licht durchlassen. Dafür sollte das Glas möglichst blend- und reflexionsfrei sein. Hierfür ist beispielsweise das entspiegelte Glas VISION-LITE ideal geeignet. Das reflexionsarm beschichtete Glas besitzt die Eigenschaft, die Reflexion sichtbaren Lichts auf der Glasoberfläche signifikant zu vermindern und ermöglicht so maximale Transparenz und eine uneingeschränkte Sicht durch das Glas. Für eine unverfälschte (Farb-)Darstellung von Objekten oder Bildern ist DIAMANT-Glas ideal geeignet. Das extraweiße Glas sorgt für eine farbneutrale Durchsicht und damit für eine möglichst naturgetreue Präsentation.

Sofern es sich um kostbare Ausstellungsstücke handelt, spielt auch die Sicherheit für die Präsentation eine große Rolle. Ein prominentes Beispiel dafür ist das Gemälde der Mona Lisa im Pariser Louvre: Geschützt von einem Verbund-Sicherheitsglas aus zwei Gläsern des Antireflexglases VISION-LITE mit vier PVB-Folien hält sie so selbst hartnäckige Verehrer auf Distanz.

Effektvoll präsentiert

Wenn es darum geht, Ausstellungsstücke besonders in Szene zu setzen oder spezielle Effekte zu erzielen, lässt sich Glas beispielsweise mit zusätzlichen Lichtquellen wie LED-Beleuchtung kombinieren. Auch mit hinterleuchtetem Glas, das Exponate ins rechte Licht setzt, entstehen eindrucksvolle Inszenierungen. Vitrinen, die durch integrierte Leuchten das entsprechende Licht für die Exponate liefern, können so selbst zu Objekten werden. Soll Farbe ins Spiel kommen, kann lackiertes, durchgefärbtes oder durch Folien farbig gestaltetes Glas verwendet werden. Das ansonsten transparente Material wird auf diese Weise visuell wahrnehmbar und selbst Teil des Exponats. Weitere gestalterische Möglichkeiten eröffnet das Bedrucken von Glas, das z. B. zur Informationsvermittlung auf separaten Schildern oder direkt am Objekt genutzt werden kann – oder als eigenständiges künstlerisches Mittel.

Immer gut in Szene gesetzt

Ob dezent im Hintergrund, als Schutz in der Fassade oder als leuchtendes Objekt: Glas ist einer der wesentlichen Werkstoffe bei der Realisierung von Ausstellungen, sei es im Innen- oder im Außenbereich. Kein anderes Material verfügt über so viele Facetten und Einsatzmöglichkeiten. Dank unzähliger Be- und Verarbeitungsmöglichkeiten und nicht zuletzt aufgrund verbesserter Klebetechniken ist Glas im Ausstellungsbetrieb unverzichtbar.

Zum Special “Glas in Museen & Ausstellungen”

GALERIE